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Sternzeit 1320.0806.2011

Logbuch des Schiffs-Chronisten

Seltsame Dinge geschehen, seit die Besatzung der "Ilsetipp" nach einem fast einjährigen Katalogisierungs-Rundflug durch das System "S10/11" wieder heimatlichen Rasen unter den Stollen spürt. Fast kommt es mir so vor, als hätten wir uns bei dem mehrwöchigen Freigang auf dem Klasse M-Planeten "Winterpause" einen unbekannten Virus eingefangen, gegen den nur geringe Teile der nunmehr über 200 Mitglieder starken Crew immun zu sein scheinen.

Wichtiges Indiz hierfür ist wohl der neu ernannte Captain der "Ilsetipp", Nummer 13, der sich erst durch herausragende Leistungen einen guten Namen beim Flottenkommando gemacht hat, nun jedoch die Ihm übertragenen Aufgaben als Repräsentant und oberstes Vorbild der Crew auf das gröbste mißachtet, sei es durch das unbegründete Fernbleiben von der Beförderungszeremonie, die in diesem Jahr in der Bordkantine "Radieschen" stattfindet, oder durch die Weigerung, zumindest seine wahre Identität mittels "Lichtbild mit Pokal" preiszugeben, auf das Ihm zackig gegrüßt werde, sobald man seiner gewahr wird. Diese Art der Ignoranz könnte andererseits natürlich auch in seiner Herkunft begründet sein, schließlich befindet sich sein Heimatplanet "Halberstadt", der sich, wie hier jeder weiß, anders herum dreht, ganz am Rande des Sternsystems "Ilsenburg", und somit weit entfernt der Zivilisation. Man stelle sich vor: Dort haben einige der einheimischen Lebewesen noch nie etwas von einem Benutzerbildchen gehört. Unglaublich. Der ein oder andere "Halberstädter" jedoch, so verrät die Sage, soll ganz unbemerkt unter uns leben und mit Allem umgehen können, was zivilisierte Föderationsmitglieder hervorgebracht haben. Auch mit einem Benutzerbildchen...

Ein noch schwerwiegenderes Indiz jedoch, welches mir unglaubliches Kopfzerbrechen bereitet, ist die Weigerung der Crew, den Wiedereintritt in unser System bis zur Besinnungslosigkeit begießen-, und sich auch Mal mit anderen Crewmitgliedern über die anstrengende Reise austauschen zu wollen. Gerade zwei handvoll Leute plus der Maschinenraum-Crew unter Leitung von Lieutenant Commander Dieter Bowlen finden es sinnvoll und angemessen, sich auch mal mit so exotischen Rassen wie den "Sudenburgern", den "Rostockern" oder den "Leipzigern" austauschen und mit Ihnen anstossen zu wollen. Natürlich spricht man dort nicht unbedingt die selbe Sprache oder hat die gleichen Vorstellungen vom Regelwerk des Ilsetipp-Universums wie heimische Ausserirdische, jedoch kann gerade dies zu freudigem und regem Austausch, bis hin gar zur Verbrüderung führen. Ich werde anregen die diesjährig fehlenden Crewmitglieder während der nächsten Saison einem genaueren Hirn-Check bei Doc Hansen zu unterziehen, um Infektionen oder gar feindliche Übernahme durch "Sport-Bild"- oder "Kicker"-Tippspiele auszuschließen. Zur Not muss die Kommandoebene eben mit Punktabzug und damit einhergehender Degradierung drohen...

Bevor ich mir nun, aus nostalgischen Gründen, einen kleinen Bewegt-Bild-Film von der Pokalübergabe und der anschließenden Feier der Generation vor unserer Generation zu Gemüte führe, den ich an diesen Logbucheintrag anhängen werde, möchte ich noch auf die neuen Brückenoffiziere verweisen, die sich Ihre Beförderungen durch Mut, Tapferkeit und Siegeswille in unterschiedlichen Situationen unter konföderationsunwürdigen Umständen hart erarbeitet haben. Da wäre als erstes die neue Nr.2 an Board, Commander prinzilse, der sich mit der Bestnote durch den "zweite Liga"- UND den "dritte Liga"-Test gegaunert hat, während sich Schimmel bei der Mission "Champions League" besonders hervorgetan, und damit den Rang eines Lieutenant Commander verdient hat. Bleibt noch die "Euro League"-Situation, durch die sich lindenberg bis ganz nach oben genuschelt hat, um nun als Counselor Gesangstherapie verabreichen zu dürfen. Herzlichen Glückwunsch dazu von meiner Seite...

Eigentlich brauche ich dies ja nicht zu tun, aber psychisch mitgenommen wie ich nun mal bin, verabschiede ich mich bei meinem eigenen Logbuch mit den Worten:

herzlichst, Dein Bord-Chronist superkoch

 


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Wirst Du an der Ilsetipp-Party am 25.06.2011 im Radieschen teilnehmen? So antworte mit...

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Partytime!!! Excellent!!!

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Radieschen
25.6. '11 19:00 Uhr

Ihr Lieben,

Dortmund ist Meister, Leverkusen wird vermutlich wieder mal Vizekusen (was soll auch passieren, wenn man sich solch dämliche Namen schützen läßt?) und wenn Hannover..., aber lassen wir das. Sonst heulen die Bayern-Fans wieder wegen Europa los und das wollen wir doch nicht. Nein - was wir wollen ist uns treffen, zu freuen das wir da sind und die Saison anständig zu begießen. Letzteres zumindest die Erwachsenen unter uns. Zu diesem Zwecke sind wir voll in die Planungsphase eingestiegen und brauchen wieder eure Mithilfe. Und zwar in Form eines Klicks hier, was euch postwendend zum Beitrittsformular zur US-Army befördert, die diesmal unser Hauptsponsor ist. Schlechter Witz? Ok ok, ich muß mich erst wieder an diese Schreiberei gewöhnen, also seht es mir nach. Der Klick führt euch selbstverständlich zum "Ich will mitmachen"-Formular der Ilsetipp-Party 2011, bei dem Ihr zwecks Zählung der Willigen wiederum einen Klick machen müßt. Das Wars dann auch schon.

Nun zu den Modalitäten. Termin ist, wie schon erwähnt, der letzte Samstag im Juni, also der 25.06.2011. Da unsere letztjährige Lokalität von böswilligen Spinnern angezündet wurde, gibt es auch in diesem Jahr wieder einen neuen Platz in unserem beschaulichen kleinen Städtchen zu bestaunen: das Gartenlokal "Radieschen" hat schon viele gelungene Feiern gesehen und wird nun auch uns zum Orte des Geschehens werden. Wie immer werden wir für das leibliche Wohl sorgen, jedoch zu veränderten Konditionen: Die (eventuell als Abendkasse) zu entrichtenden 2€ (vermutlich) werden lediglich für die Saalmiete genutzt, Getränke und Nahrung hingegen werden nun gegen Bares ausgegeben. Kleines Bares, versteht sich, schließlich sollen nur die Unkosten gedeckt und den Helfern ein kleines Handgeld gezahlt werden. Wer dagegen was einzuwenden hat, möge bitte die Kommentarfunktion nutzen, für Tipps und Hinweise haben wir immer ein offenes Ohr.

Das solls von mir erstmal gewesen sein. Wir hoffen auf viele Anmeldungen und das auch die Erstplatzierten der jeweiligen Wettbewerbe dabei sein können.

Bis dahin freut er sich schonmal,

der superkoch

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Mal wieder eine Nachlese - oder Mexiko in der Bundesliga

Mexico ist bekanntlich ein föderaler Staat in Nordamerika, der uns eine Menge nachahmenswerter Lebenseinstellungen vermacht hat. Die Siesta ist so eine. Während wir hier in Europa und insbesondere in Deutschland gerade um die Mittagszeit zur Hochform auflaufen. Packt man sich in Mexico in dieser Zeit generell in die Ecke und genießt einen guten Schluck Tequila. Das zweite Exportprodukt der Mexikaner. Böse Zungen behaupten, dass es in Mexico auch viel anstrengender ist als in Deutschland, da dort zusätzlich zum Arbeitsanfall auch das Weglaufen vor den Kugeln der Drogenkartelle gemeistert werden muss. Aber da die Korruption dort auch nicht von schlechten Eltern ist, einigt man sich dann auch irgendwie. Das ist aber offenbar nicht die dringlichste Aufgabe, die es in Mexico zu lösen gilt. Als ein großes Problem in Mexico wurde unlängst die Diskriminierung der Frau genannt. Dieses Problem ist einfach zu lösen. Zumindest für die Regierung. Da diese Mammutaufgabe für ein Land wie Mexico nicht durch Waffengewalt gelöst werden kann (alle Frauen erschießen ist ja auch keine Lösung) hat man sich entschlossen ein Buch zu veröffentlichen. In diesem Buch sind alle Sätze und Wortgruppen enthalten, die ein Verwaltungsbeamter ab sofort nicht mehr zu einer Frau sagen darf. Sätze wie“ Wenn du die Klappe zumachst bist du viel schöner“ dürfen ab sofort nicht mehr geäußert werden. Auch sind die Frauen mit Ihrem Namen anzusprechen. Also nicht mehr mit zum Beispiel „Frau von Pedro“. Also das Buch hätte ich auch gern. Da wäre so eine Nachlese in 5 Minuten erledigt.
Vielleicht können wir das Buch hier in Deutschland auch in der Bundesliga einführen. Da würden dann Sätze drinstehen, wie „Es gibt keine Trainerdiskussion“; oder „Dieser Verein liegt mir am Herzen“; oder „Na klar war das ein Elfmeter“. So hätten wir wenigsten die Diskriminierung der Wahrheit in der Bundesliga im Griff. Egal nun ist ja Christoph Daum zurück auf der Bundesliga Bühne. Da wird sich alles ändern. Ob er sich bei den mexikanischen Drogenkartellen mit ein wenig Wüstenschnee eingedeckt hat, hat er nicht verraten. Jedenfalls ist er in der Finanzhochburg Frankfurt auch ganz gut aufgehoben. Da wird eh bei jeder Anlage gelogen. Dann ist Magath zurück in Wolfsburg. Dafür ist Höneß weg. Ragnick ist zurück auf Schalke, weil Magath ist ja weg. Heinkes geht zurück zu den Bayern, weil van Gaal ja weggeht. Fehlt nur noch Freiburg, wer dorthin zurück geht ist noch nicht klar, weil Dutt ja nach Leverkusen geht. Vielleicht Skibbe, der ist ja von Frankfurt weg, weil… ach ja das hatten wir schon. Da kann man ja mal durcheinander kommen. Im Augenblick mutiert die Bundesliga zu einem schmierigen Swinger Klub. Da kann jeder mit jedem.
Zum Glück ist das bei Ilsetipp nicht so. Hier wird die Wahrheit noch in echten Platzierungen ausgedrückt. Wenn da im Tippformular nun mal 4 Punkte stehen, hat man auch nicht mehr verdient. Da kann man sich dann nur noch einen Tequila nehmen, sich in die Sonne legen und eine fette Siesta machen. Die einzigen Kugeln die einem dann noch um die Ohren fliegen sind die der Ehefrau, wenn der Müll noch nicht runter gebracht ist. Wenn Ihr liebe Männer dann noch nicht wisst, was Ihr zu antworten habt, dann lest einfach in einem Buch nach. In welchem wisst Ihr ja nun.

Viele Grüße

Ghost Dog

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Nachlese 23. Spieltag - Der Mantel des Schweigens ist warm

Manchmal ist das Leben nicht ganz so einfach. Wenn zum Beispiel der Hund vom Nachbarn mit Vorliebe auf den eigenen gepflegten Rasen kackt, gibt das beim Wegmachen immer so einen Stich ins Herz. Das liegt nicht unbedingt nur am Gestank, es ist vielmehr die Machtlosigkeit, die einen aufgrund so einer Missachtung der eigenen Wertvorstellungen mit voller Wucht bewusst wird. Man hat dann immer noch mehrere Möglichkeiten. Entweder man erschießt den Hund, was meistens zu einem Konflikt mit dem Nachbarn führt. Oder man schreit den Nachbarn an. Was denselben Konflikt hervorruft. Oder man erschießt beide, was einen Konflikt mit der herrschenden Ordnungsmacht, und unter Umständen dem Clan des Nachbarn hervorruft. Oder, und das ist manchmal besser, Man hält einfach die Klappe, schmeißt den Scheiß in den Kompost und hält es mit dem römischen Redner Marcus Tullius Cicero der meinte „Indem sie schweigen, schreien sie.“ Das hört zwar keiner, aber der Gedanke erleichtert die Niederlage ungemein.
So oder ähnlich dürfte es den derzeitigen nördlichen Derbyverlierern gehen. Da tanzen die St. Pulianer auf dem Rasen der HSV Arena nach dem 1 Sieg nach 33 Jahren. Was Gefühlsmäßig für die HSVer dem oben beschriebenen Geschäft des Hundes im eigenen Garten nahe kommt. Oder dann die Bremer Niederlage. Die werden von Hamburg mal eben so aus dem Stadion geprügelt. Ob die Bremer bis in die 2. Liga geprügelt werden steht aber derzeit noch nicht fest. Und was es für die Schalker Meister der Herzen bedeutet, wenn Dortmund 1. wird, kann man sich als nicht Ruhrpotter so gar nicht vorstellen. Insbesondere der Stich in die Schalker Herzen wird am Ende der Saison ganz schön groß sein. Wie dem auch sei, „Das Recht zu schweigen ist auch ein Menschenrecht.“ Das meint jedenfalls Johannes Gross der Herausgeber der Zeitschrift Capital. Von diesem Recht machte am Wochenende die Hamburger Fangemeinde gebrauch. Die schwiegen das gesamte Derby gegen Bremen. Gesungen haben anfangs nur die Bremer. Bis dann die Tore gefallen sind. Da sieht man mal wieder, dass es besser ist, einfach mal die Fresse zu halten. So hat Hamburg wenigstens mal gewonnen. Das Zitat mit Fresse halten stammt übrigens und der Vollständigkeit halber von Dieter Nuhr. Das hat zwar mit Fußball nichts zu tun, aber ich möchte auch nicht, dass es mir so geht wie Guttenberg,
Bei Ilsetipp ist es ja meistens so, dass die meisten Freunde und Bekannten Mit-Tipper sind. So ist ein Auftauchen in den Highlights meistens auch ein kleiner Derbysieg. Dieser ist in dieser Woche Stone92 (+39 Plätze), Peaceman (+38 Plätze) und Elsherief (+38 Plätze) gelungen. Die können jetzt eine ganze Woche lang grinsend und mal bildlich gesprochen in den Garten ihrer Mit-Tipper kacken. Von mir aus können die es auch in echt tun. Dann hätte ich aber gern ein Bild davon für meine nächste Nachlese. Aber bei allen guten Sprüchen, die die drei jetzt loslassen sei ein Rat von Curt Götz angebracht. „Eine Gelegenheit, den Mund zu halten, sollte man nie vorübergehen lassen.“ Zum Abschluss noch das Nachtgebet für Nachleseautoren, welches von Ruhrbischof Hengstbach entworfen wurde: "Lieber Gott, hilf mir mein großes Maul zu halten, wenigstens solange, bis ich weiß wovon ich rede!“

In diesem Sinn, eine schöne Woche

Euer Ghost Dog

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