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Apostokese in Fußball und Politik

Es ist eine Choreographie der Inkompetenz, welche sich derzeit bei unserem National Team konstatieren lässt. Da haben wir mit Stefan Kießling einen veritablen Goalgetter, dem es neben dem obligatorischen Pressing auch immer wieder gelingt mit einer hedonistischen Manifestation seiner Spielstärke seine Gegner in die Bredouille zu bringen. Letztendlich bleibt ihm dennoch der Schritt zur Auswahl verwehrt, weil deren narzisstische Administration es nicht für nötig hält, ihm jovial entgegenzutreten. Diese affektierten Philister fördern lieber eine Tribalisierung in der Nationalteam Gruppe, indem Sie eine Menage a Trois im Sturm bilden, deren Hybris letztendlich die spielerische Hausse unseres Nationalteams ad absurdum führt.

Ich hoffe dass diese Debatte um unserer Nationalstürmer dazu führt, dass jeder erkennt wie obsolet der bornierte Teamleader mittlerweile geworden ist. Was wir brauchen ist ein altruistischer Connaisseur des Fußballs, dessen einziger Gedanke der Sieg unseres Teams ist. Dann siegen wir auch bei der WM.

Obsolet geworden ist einstmals auch der nonchalante Adonis der Politik Karl-Theodor zu Guttenberg. Retrospektiv kann festgestellt werden, dass es sich nicht lohnt, bei wissenschaftlichen Arbeiten zu plagiieren, auch wenn ein Hochschulstudium in der Regel ein recht intrikates Unterfangen ist. Spätestens, wenn man in der Öffentlichkeit steht, kulminiert dekadente Selbstüberschätzung in einem opulenten Aufruhr, der, unabhängig von der eigenen Qualifikation, ein Bestehen in unserer Welt unmöglich macht oder wie im Fall Guttenberg zum politischen Exitus führt. Diese paradoxe Diskrepanz zwischen dargestellter und wirklicher Wirklichkeit ist auch schon vielen anderen zum Verhängnis geworden.

Da ich in diesem kapriziösen Schriftstück nun bei der Politik und damit bei der Wahl gelandet bin, möchte ich Euch noch kurz die Korbkönigin aus Lichtenfels Emmi Zeulner vorstellen. Sie ist gerade 25 Jahre alt und kandidiert für den Bundestag im Wahlkreis Kulmbach.

Wenn ich mich nunmehr emphatisch in Eure Gedankenwelt eindenke, spüre ich förmlich, welches Mitleid Ihr mit einer augenscheinlich verrückten Kreatur wie mir haben müsst, dessen Skript einer wirren Masse aus kafkaesken Gefühlen gleicht.

Aber Ihr irrt. Alles hat einen zumindest peripheren Zusammenhang. Nicht nur das Jogi Löw und Karl-Theodor zu Guttenberg fast gleich aussehen, nein, sie haben auch beide die Chuzpe vorzugeben, sie wären mehr, als sie sind. Kießling und Frau Zeulner kommen beide aus Lichtenfels. Das liegt im Wahlkreis Kulmbach. Dessen Direktkandidat von 2009 bis 2011 Guttenberg war.

Euphemistische Zusammenhänge überall. Am Wochenende ist also Fußball und Wahl. Lasst also eure Ressentiments beiseite und wählt und tippt, tippt und wählt. Sonst kollaboriert Ihr mit denen, die ihr nicht tippen und wählen wollt.

Ich muss jetzt Schluss machen. Mein Arzt kommt.

Viele Grüße
Ghost Dog

Post skriptum: Bin wieder da. Hier eine Erklärung zum Text.

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Ausblick oder was Namen so anrichten

Jetzt hat es also wieder begonnen mit der Tipperei, der Fußballerei, dem Hoffen dem Bangen und der Suche nach dem Rezept auf die richtige Vorhersage. Zeit einmal durchzuatmen und mit einem Ausblick auf diese Saison die Tippherzen hoch schlagen zu lassen.
Was haben wir also. Zum einen die Vereine bei denen Erfolg tatsächlich planbar ist. Dortmund zum Beispiel. (hat irgendwer einen anderen Verein erwartet?) Nach dem Abgang von Götze hatten die so viel Geld, dass sie erst gar keine Spieler gefunden haben und dann doch noch einige verpflichten konnten. Der eine davon ist ein Götze Ersatz, und der andere läuft den Gegenspielern einfach mal so weg. Super Kauf. Da können die die Gegner weiter ver-Klopp-en. Ja, Ja, Ja, und die Bayern auch. Kaufen alles weg, was einigermaßen gegen den Ball treten kann. Einschließlich einem Trainer der sehr gutes gebrochenes Deutsch spricht. Übersetzt heißt Guardiola im übrigen Sparschwein. Daher die wenigen Tore. Aber immerhin noch nicht verloren bisher. Leverkusen erwähne ich nur mal, die haben ja immer noch keine Fans.
Dann gibt es die Mannschaften, die sowieso da sind wo sie hingehören. Braunschweig zum Beispiel. Mit einem Etat von 40 Mio. könnten sie sich gerade mal so den Thiago und den Aubameyang leisten. Dann wäre Schluß mit dem Geld. Und die Spieler müssten Ihre Trikots selber waschen, mit der Hand natürlich. So ist das eben. Thiago ist also in München und Aubameyang in Dortmund. Braunschweig verliert und die anderen gewinnen.
Der Rest ist Mittelmaß, mit ein paar Ausreißern nach oben wie die alte Dame aus Berlin und die Karnevalstreter aus Mainz, und ein paar Ausreißern nach unten wie Freiburg, Nürnberg und Augsburg. Alles also ziemlich langweilig und vorhersehbar.
Wären da nicht ein paar zukunftsweisende Vereine, die Fußball eben nicht spielen um deutsch verbissen zu gewinnen, sondern die den Fußball als das begreifen, was er ist. ENTERTAINMENT!! Was wären wir z. B. ohne Hamburg. 50 Jahre haben die in der Bundesliga gebraucht, um zu begreifen, das Siegen nicht alles ist, dass es wichtigere Dinge im Leben gibt. Auflaufprämien zum Beispiel. Oder Trainer und Manager, die schon heißen wie schräge Vögel und wenig Geld. Ziel ist es wahrscheinlich unterhaltsamer zu werden als St. Pauli und so den Erzrivalen medial in die Schmollecke zu verschieben. Was passiert eigentlich, wenn Hamburg absteigt, und St. Pauli aufsteigt. Entertainment natürlich. Oder Schalke, da ist immer was los. Neben dem Platz. Auf dem Platz reicht es gerade mal so für ganz unten. Und wie heißt der Trainer? Keller – richtig. Erkennt irgendjemand die Zusammenhänge?
Was Labadia heißt weiß ich nicht. Ist auch egal, der ist ja nicht mehr Trainer. Ich wette die holen jetzt einen komplett Unbekannten. Siegbert Siegreich vielleicht, oder Ludger Obenauf. Egal, Entertainment eben.
Langweilig wird es jedenfalls nicht. Nicht in der Bundesliga und nicht im Tippspiel. Auch da sind einige durchgestartet, und einige krebsen so herum.
Oben steht übrigens Nina aus Geesthacht in der Nähe von Hamburg. Sie hat auf Herta getippt am 3. Spieltag nicht auf den HSV. Sie ist halt näher dran als alle anderen, was einen Wissensvorsprung bedeutet. Den Nachnamen kenne ich nicht. Vielleicht ist der „Erstmalerste“ oder „Immererste“ oder Schmidt. Wer weiß.
Ich überlege mir vielleicht mal einen neuen Nickname. Bei Geisterhund kann ja nichts rauskommen.

In diesem Sinn

Frohes Tippen
Euer Ghost Dog

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Vor der Saison ist nach der Saison

Hallo Leute.

Es ist soweit. Ich melde mich zurück, und zwar mit dem Fazit zur letzten Saison, welches unter dem Motto "50 Jahre Bundesliga" stehen soll, ganz so wie es unser amtierender Tippkönig, den Ihr dank meiner Faulheit ja das ganze Jahr beim jubeln begutachten konntet, als seinen letzten Befehl ausgegeben hat. Und was könnte sich so ein vor Selbstbewusstsein strotzender Bayern-Anhänger anderes darunter vorstellen, als das sein Verein, ob gewonnener 3 Titel, über alle Maßen in den blau-weissen, mit rot eingekreisten Himmel geschrieben wird? Bevor ich meinen zehn Gedanken jedoch freien Lauf lasse, möchte ich euch noch eins von mehreren mir zugesandten Bildern präsentieren, das dokumentiert, wie lieb König shorty78 der VI. die Insignien seines Sieges hatte. Nämlich sooo lieb, das er den gewonnenen Pokal für ein Jahr direkt neben seinem Fernseher und den darin beständig überzeugenden, supi-dupi besten Bayern aller Zeiten platziert hat, auf das er jederzeit mit siegessicherem Lächeln einen schmachtenden Blick darauf zu werfen in der Lage war. Recht so. Wie man sieht ist die Strahlkraft der Bayern in diesem Bild so stark, das es sich sämtlicher Aufhellungsversuche erfolgreich wiedersetzt hat:

Da hat er doch tatsächlich einen Alibi-Dortmunder reinretuschiert, obwohl der arme Kerl da gar nix verloren hat. Wenns denn wenigstens der Verräter gewesen wäre, dessen Kauf Sie kurz vorm Champions League Finale bekannt gegeben haben...

OK!

Kommen wir nun zu meinen persönlichen Top-Ten der 50sten Bundesliga-Saison, falls ich mich noch dran erinnern kann. Ist ja schon so lange her. Los gehts:

  1. Freiburg fetzt, Ihr Trainer auch und der Lohn ist die EURO League. Und das die Hälfte der Mannschaft verkauft werden musste...
  2. Der HSV behält trotz großer Unlust auf Fussball in der Mannschaft (9:2!) die gesamte Saison seinen Trainer.
  3. An Anhängern des Klubs von der Weser kann man gegen Ende der Saison den Geruch von "Hose voll", dem neuen Duft im Sortiment des Werder-Shops, wahrnehmen. (Meine heimliche Nr. 1)
  4. Prinz Ilse gewinnt zum dritten Mal hintereinander die 3. Liga!!! (Auch meine heimliche Nr. 1)
  5. Nachdem die ganzen Bayern-Großmäuler den Dortmund-Höhenflug in den Vorsaisons nur auf die Liga beschränkt sehen wollen, erreichen diese (wie von mir vorhergesagt) das Champions League Finale.
  6. Nachdem die ganzen Bayern-Großmäuler in der Vorsaison ebendies Finale mal wieder verkackt haben, zeigen Sie in dieser Spielzeit (wie von mir vorhergesagt), das sie mit Abstand die Besten in Deutschland, Europa, der Welt, dem Sonnensystem, ja sogar in der ganzen Galaxie sind. Das hat mir mein Freund Alf verraten, der ja bekanntlich von Melmac kommt. Außerdem hat man mir bei einem vertraulichen Telefongespräch mit Paramount glaubhaft versichert, das sie im nächsten Star Trek eine entscheidende Rolle als Retter der Menscheit spielen werden. Leider verlieren Sie während dieser Mission ihren Trainer, der hernach als Darth Heynckes rastlos den Ausgang in den richtigen Film sucht. So kann's kommen.
  7. Aue und Dresden, beide in derber Abstiegsgefahr, kommen mit einem blauen Auge davon und dürfen weiter Zweitligafussball kloppen.
  8. Uli Hoeness. War wohl auch mal auf der guten Seite der Macht.
  9. Drei, vier gute Spieltage hintereinander, die Spaß gemacht und mich in dieser Saison davor bewahrt haben, am Ende wieder in der unteren Tabellenhälfte aufzuwachen.
  10. Das Wissen um das Mysterium, das eine 51ste Saison folgen wird, in der der ganze Salat wieder von vorn beginnt. Zum Glück.

Wenn auch Ihr persönliche Highlights zum Besten geben möchtet, nutzt zur Abwechslung mal die Kommentar-Funktion unter diesem Text, ansonsten bleibt mir nur zu sagen, das ich hier einen Pokal stehen habe, dessen rechtmässiger Besitzer seinen ersten mit mir abgesprochenen Termin ohne Kommentar verstreichen lassen hat, was sich natürlich auf die Wortwahl und Thematik der Vorstellungs-Nachlese auswirken wird. Also Hetel, sieh zu!

In diesem Sinne grüßt euer

superkoch

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Das Tippspielevangelium

In jenen Tagen erließ der amtierende Tippkönig "Nummer 13 der Undankbare" den Befehl (natürlich ohne sein Wissen, da seine Lakaien, "die herzlichen drei oder mehr Ilsetipp-Typen" Ihm im Kleingedruckten untergejubelt hatten, das Sie für seine Amtsgeschäfte schon amtlich sorgen würden), das "der Neue" sich am besten mal bei Hofe einfindet, um sich von den Ältesten begutachten  zu lassen. Dies geschah nicht zum ersten Mal; damals war der Statthalter von Halberstadt wie immer ein hilfloser armer Mensch, dessen Name hier nicht weiter von Belang sein soll. So zog auch shorty78 von der Stadt in der er täglich zu leben pflegte, hinauf in die Region Harzkreis nach Sachsen-Anhalt in die Stadt des Tippspiels, die da Ilsenburg heisst. Er wollte sich eintragen lassen in die legendäre Ruhmeshalle der Gemeinschaft, die Woche für Woche Ziffern in seltsame Geräte einträgt, um wiederum Ziffern an anderer Stelle eingetragen zu bekommen, die sich bei ausreichender Summierung einer gewissen Werthaftigkeit rühmen können. Mit Ihm kam sein Tippteamleiter, der leider keine nennenswerte Platzierung erreichen konnte (7.).

Als Sie dort waren kam für Ihn die Zeit den damit verbundenen Pokal in Empfang zu nehmen. Er bekam Ihn mit salbungsvollen Worten von einem dieser Ilsetipp-Typen überreicht, riss Ihn in die Höhe und wiegte Ihn in seinen Armen; er herzte und küsste Ihn und steckte Ihn dann in seinen Rucksack, weil in seinen Taschen kein Platz für Ihn war.

In jener Gegend lagerten gesellige Mittipper auf freiem Feld und hielten Wache über Ihre Kinder. Da kamen "der Neue” und sein Tippteamleiter zu Ihnen, sie stellten einen Kasten köstliches Siegerbierchen in die Mitte und sprachen: “Fürchtet es nicht, denn ich verkünde euch eine große Feude, die dem ganzen Tippvolk zuteil werden soll: Heute bekam ich die Ehren überreicht, die mit dem Sieg im Tippspiel einher gehen, weshalb ich jetzt einen Ausgeben werde. Und plötzlich war bei dem “Neuen” ein großes Heer, das gierig sein Bier trank, Ihn lobte und sprach:

"Verherrlicht sei der neue Tippspielkönig, weil er Vorbei gekommen ist und auch noch Einen ausgegeben hat; und Segen und Friede soll sein bei seiner Familie, seinen Freunden, den ganzen anderen Menschen seiner Gnade und bei seinen Tipps."

Der Schreiber dieser Worte aber bewahrte alles, was geschehen war, in seinem Geiste auf und dachte bis eben nicht weiter darüber nach. Die Mittipper jedoch kehrten zu Ihren Kindern zurück, rühmten den neuen Tippkönig und priesen Ihn für das, was Sie gehört, gesehen und geschmeckt hatten, denn alles war noch besser gewesen, als Sie es sich ausgemalt hatten.

Bild von hainzy

Europameister

Wo bleiben die Punkte für den richtig getippten Europameister???????

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