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Relativität in der Bundesliga

Manchmal höre oder lese ich Dinge, die mich dazu verleiten mir erst einmal spontan folgende Fragen zu stellen: „Hä? Hat er (sie) das wirklich gesagt?“ Und gleich im Anschluss: „In welcher Welt lebt der denn?“ Aber während der Recherche zu dieser Nachlese bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass es in solchen Fällen immer um die Relativität im Allgemeinen geht. Ich meine hier nicht die allgemeine Relativitätstheorie im Besonderen, nein die Relativität im Allgemeinen. Lasst mich erklären.

Gibt man einem Obdachlosen 100€ und sagt ihm er solle sich davon etwas zu essen kaufen, ist das relativ viel. Gibt man diesen Betrag Christiano Ronaldo mit der Aufforderung, sich doch mal die Haare zu stylen, wird er mit diesem Betrag nicht auskommen. Oder ein anderes Beispiel. Wenn Paderborn die Bundesliga Saison mit 30 Punkten abschließt ist das relativ viel, wenn Dortmund dieses Ergebnis erreicht, werden die Fans nicht unbedingt zufrieden sein. Noch ein Beispiel. Wenn ich 7 Punkte an einem Spieltag bekomme freue ich mich. Für meine Verhältnisse ist das relativ viel. Für andere wäre das Ergebnis zu wenig.

Die Liste der relativen Erwartungen ließe sich noch unendlich weiterführen. Was wir daraus lernen ist, dass die Bewertung der Erfolge immer an die Erwartungen geknüpft ist.

Hohe Erwartungen bergen also immer eine hohe Enttäuschungswahrscheinlichkeit. Geht man Beispielsweise zu einem Spiel des Pommerschen SV Stralsund gegen Babelsberg 03, und erwartet technisch perfekten Hochgeschwindigkeitsfußball wie beim FC Bayern sind Enttäuschungen vorprogrammiert. Obwohl die Spieler auf dem Platz relativ zufrieden mit Ihrer Leistung sind und nach dem Sport erst einmal eine Flasche Pfeffi leeren.

Warum diese dröge Einleitung der Nachlese, werdet Ihr Euch fragen. Dazu kann ich nur auf meine Ausführungen verweisen. Erwartet also nicht zu viel. Aber mal im Ernst. Niemand hat erwartet, dass der HSV gegen Bayern gewinnt. Aber 8:0? Wie kann man 8:0 verlieren? Als Bundesligist. Da waren sogar die Fans enttäuscht. Und das will schon was heißen, wenn man Hamburg Fan ist. Viele neutrale Beobachter sahen die Mannschaft wieder einen Schritt schlechter als sonst. Keine Verbesserung der Spielkultur, kein Feuer, keine Leidenschaft, Angsthasen Fußball, komplett ergeben in die Sinnlosigkeit des Versuches, mit 2 Stürmern Bayern unter Druck zu setzen. Fragt mal einen unbeteiligten Fußball Fan, in welche sportliche Richtung der HSV derzeit unterwegs ist. Die Antwort ist immer die gleiche. Abwärts.

Viele Worte wenig Sinn? Nein. Um die angerissenen Themen zusammen zu führen: Raffael van der Vaart, Kapitän des HSV, hat auf der Vereinsseite des HSV folgendes nach dem Spiel gegen die Bayern verlauten lassen: „Wir sind noch immer auf einem guten Weg und die Stimmung in der Mannschaft ist weiterhin gut, das ist sehr wichtig.“

Pure Relativität. Gemessen an den Erwartungen der Spieler, hat er sicherlich Recht. Nur über das, was am Ende des guten Weges ist, sollte der HSV intern noch einmal reden. Vielleicht ist der Weg ja richtig, nur dass die Spieler in die falsche Richtung laufen. Das ist wie in einer Kindermannschaft, alle zum Ball ohne Plan und Verstand. Oder weg vom Ball, wenn Robben kommt.
Aber es ist wie immer. Wenn 11 gestandene Männer gemeinsam die Richtung vorgeben, ist sicher, dass man einen Umweg geht und vielleicht nie ankommt.

Wie die Erwartungen von Sportpfeffi und Babelsberger vor dem letzten Spieltag waren, weiß ich nicht. Was ich weiß ist, dass die Tagessieger jeweils mehr als 9x so viele Punkte hatten wie ich. 19 Punkte um genau zu sein.

Ich schlage vor, dass die beiden sich mit den beiden 2. Platzierten DaswardochkeinFoul und ImperioNazza verabreden und gemeinsam das Spiel des Pommerschen SV Stralsund gegen Babelsberg 03 anschauen. Das passt ganz gut weil Babelberger aus Stralsund kommt. Sportpfeffi bringt die Getränke mit und DaswardochkeinFoul ruft was er eben rufen muss. Was ImperioNazza macht weiß ich nicht. Vielleicht Beschwörungsformeln oder so. Oder zuschauen. Was auch immer.

Ich hoffe, dass mein Weg auch einmal nach oben geht. Vielleicht sollte ich mich dazu umdrehen.

Als dann, relativ viel Erfolg wünscht

Ghost Dog

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Achterbahn der Gefühle

Was für eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Ein Auf- und Ab. Ein Hoch und wieder runter, Loopings, Steilfahrten, sachte Passagen und wieder hoch und runter. All das kann man erleben, wenn man sich die Bundesliga ansieht. Aber nicht nur da. In den ganzen Vergnügungsparks gibt es Achterbahnen, die nicht ausschließlich Achten fahren, und wenn doch dann im dreidimensionalen Raum. Man verliert den Überblick, wo oben und unten ist. Jeder kennt das. Außer die Angsthasen und Windelpisser vielleicht.

Aber zurück zur Bundesliga. Auf einer Schussfahrt befindet sich derzeit Dortmund. Nicht dass ich als bekennender Bayern Fan da jetzt schlecht schlafen kann, aber um mal bei der Achterbahn zu bleiben, da denkt man die Abfahrt endet nicht, und schon gewinnen die wieder. Mal sehen, ob da noch ein Looping klappt, und wenn ja, wo der endet. Aber die ganzen Dortmund Fans, die schon seit Ewigkeiten so etwa 4 – 5 Jahre Dortmund Fans sind (seit die mal Erfolg haben) werden sich sicher freuen, Dortmund mal im Free TV sehen zu können. Montags im Spitzenspiel gegen Heidenheim. Wenn Heidenheim nicht aufsteigt.

Oben im Looping fährt gerade Augsburg. Und wer schon mal oben im Looping war, versteht, warum die jetzt alle Kopf stehen. Die wissen gar nicht warum, und ob das alles wieder normal wird. Bei Wolfsburg, noch so ein Klub von da oben, hat man aber das Gefühl die fahren außen auf dem Looping lang, die haben den Kopf irgendwie oben. Runter müssen die doch irgendwann. Genau wie Schalke. Obwohl die nicht verlieren können, wenn Dortmund unten steht. Da kann auch der jeweilige Gegner mehr Tore schießen als Schalke. Die grinsen trotzdem.

Nun ja, ein ständiges Auf – und Ab. Rein in den Looping, hochfahren und wieder runter. Ich habe mir mal so vorgestellt, wie es wäre, wenn man den Looping hochschießt und dann oben am Totpunkt, am obersten Punkt des Loopings quasi, ganz oben also, einfach weiterfährt, immer weiter oben lang losgelöst von allem … über allem … für immer…

So viel zu Bayern.

Jetzt noch etwas Trauriges. Der Koch schreibt nicht mehr. Nie mehr. Hier wäre dann eine Schweigeminute angebracht. Das heißt also leise Lesen. Ihr könnt ja den Finger am Bildschirm lassen, dann wisst Ihr wenigstens wo Ihr wart, wenn euch die Tränen die Sicht nehmen. Da berichtet er von Siegern, glücklichen Menschen mit Pokal in der Hand, Gewinnern, Leuten, die gerade die Achterbahn hochgezogen wurden und Ihr Abenteuer beginnen, das Auf- und Ab des Tippens, der unstetigen Gefühle, und dann solch eine Nachricht. Scheiße man. Mir ist schon ganz übel von dem Gefühls- Auf- und Ab. Nie mehr ein Tippspielevangelium, nicht vor der Saison und auch nicht nach der Saison, kein an der Uhr drehen, kein Zurück aus der Zukunft und was sonst noch geht, Keine Nachlese mehr und keine Partyauswertungen nichts. Das ist das Ende und der Koch nimmt frei. Einfach so. Da habe ich immer gedacht: „Nun gut Tippen kann er nicht, aber zum Schreiben taugt er was.“ Und dann hört er mit Schreiben auf. Was für eine katastrophale Fehlentscheidung. Das ist wie Lewandowski verkaufen, ohne Geld zu bekommen. Hätte, ja hätte er nur mit dem Tippen aufgehört und weiter geschrieben. Das wäre für alle besser, aber egal. Ich werde in die Bresche springen und wieder einmal öfter meine Tastatur und Euch liebe Tippspielgemeinde quälen. Ich hoffe, der Gondorianer ist vom anderen Stern, und kann den Superkoch ersetzen. Ansatzweise. Beim Schreiben – Tippen macht er ja noch selbst.

So, jetzt bin ich im Achterbahnbahnhof angekommen, und gebe mich ganz der Trauer über den Verlust hin, den wir als Ilsetipper hinnehmen mussten. Ich höre für heute auf mit der Schreiberei. Mir fällt eh nichts mehr ein. Nur noch eine Geschichte, die mich immer an Superkoch erinnern wird:

Es war einmal ein Junge, der auf die Frage nach seinem Berufswunsch antwortete, er würde gerne ein großer Schriftsteller werden. Als man ihn fragte, was er unter 'groß' verstehe, sagte er: "Ich möchte Sachen schreiben, die die ganze Welt liest, Sachen, auf die die Leute mit echten Emotionen reagieren, Sachen, die den Leser zum Weinen und Schreien bringen und in Wutgeheul ausbrechen lassen!" Heute arbeitet er für Microsoft und schreibt Fehlermeldungen.

Es grüßt Euch
Ghost Dog

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Alles hat ein Ende und der Koch nimmt frei

Liebe Gemeinde.

Ich gestehe und ich schäme mich. Seit Monaten enthalte ich euch ein Dokument mit einem Ausdruck von solch überschäumender Freude und Glückseligkeit vor, das es selbst Wladimir Putin, den einzigen Menschen, der es bisher von mir zu sehen bekam, zu Tränen gerührt hat. Leider sah ich mich bis dato nicht in der Lage meinen Pflichten nachzukommen und habe den Veröffentlichungstermin verschoben, verschoben, dann nochmal verschoben und dann war Weihnachten, dann noch zweimal verschoben und nun, einen Tag vor Beginn der Rückrunde ist es endlich soweit. Dies ist der Tag, an dem jeder Erdenbürger Teil haben und das gleiche Grinsen ins Gesicht geschnitten bekommen soll, welches auch mich beim betrachten dieses Bildes überwältigt hat.

Da Ihr allerdings eh schon so lange gewartet habt, möchte ich vorher schnell ein Wort in eigener Sache vortragen. Mit dieser Nachlese möchte ich nun endgültig die Tastatur aus der Hand legen und mich von der Startseite verabschieden. Auch den Pokal und alles, was mit Ihm zusammen hängt, möchte ich, wenn möglich, in andere vertrauensvolle Hände abgeben. Mir fehlt die Zeit für diese Aufgabe, da die Inspiration ausbleibt und ich immer viele Wochen lang mein Resthirn martern muss, auf der Suche nach den richtigen Worten. Und immer nur Fakten aufzuzählen ist mir dann doch zu billig. Falls jemand viel Zeit, Ideen und eine gute Schreibe hat, all die Eigenschaften, die ich nur rudimentär besitze, kann er das Amt des Schreiberlings gern übernehmen. Tippen werde ich natürlich weiterhin...

So, Ihr könnt jetzt aufhören zu jubeln, denn eure Freude sollte, wie schon die gesamte Vorrunde, ganz IHM gelten. Dem derzeitigen Herrscher über diese kleine Ecke des Internet, diesem Teufelskerl, der eine unmögliche, die Nerven bis aufs Äußerste strapazierende Aufgabe gelöst und die Saison 2013/2014 des Bundesliga-Tippspiels auf ilsetipp.de gewonnen hat. Diesmal mit Bild:

Tippspielkönig DREGI71 der Achte,

der nur einen einzigen Fehler hat. Er ist Anhänger des falschen Vereins. Und das sollen meine letzten Worte sein.

ciao sagt euer

superkoch

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Wer hat an der Uhr gedreht?

Liebe Freunde,

um gleich mal eine Fluch an dan Anfang zu stellen: VERDAMMT!

Verdammt, kann es wirklich wahr sein, das schon wieder eine Saison samt Winterpause, Champions- und Euro League Finale, Weltmeisterschaft und Sommerpause vorbei ist? So schnell? Und verdammt, kann es sein, das nicht ein einziger Held der vergangenen Spielzeit die Ihm zustehenden Lorbeeren verliehen bekommen hat? Und: VERDAMMT, kann es sein, das der schönste Wanderpokal weit und breit immer noch bei mir aufm Kühlschrank steht, ohne neuen Namen am Klingelschild? Nun, zumindest den erstgenannetn Problemen werden wir jetzt mal auf den Leib rücken.

Der beste aller Sieger hat in der letzten Saison die dritte Liga mit 343 Punkten gewonnen und hört auf den schönen Namen heine. Warum der Beste? Nun, er konnte als einziger einen neuen Punkterekord für diese Gewichtsklasse aufstellen und überholt damit prinzilse, der die dritte Liga seit ihrem bestehen immer für sich entscheiden konnte und sich dabei auch noch jedesmal verbessert hat. Seinen letzten Sieg verdiente er sich also in der Saison 12/13 mit 324 Punkten; in dieser Saison sah er jedoch kein Land und landete abgeschlagen mit 271 Punkten auf Platz 16.

Da wir nun schonmal damit angefangen haben die Wettbewerbe nach sportlichem und finanziellem Wert abzuarbeiten, machen wir direkt mit Liga zwei weiter. Hier gibt es einen guten, alten Bekannten zu vermelden, denn der diesjährige Gewinner, Miss Marple, muss sich mit 280 erbeuteten Punkten wem geschlagen geben? Richtig, unser guter prinzilse, dieser Teufelskerl, hat die zweite Liga in der Saison 10/11 mit 313 Punkten zu seinen Gunsten entscheiden können und hat damit erneut einen Spitzenwert auf seinem Zettel.

Könnte sein, das jetzt eigentlich die Bundesliga kommen müsste, aber wir zerren an dieser Stelle einfach mal die EURO League ins Rampenlicht. Hier konnte sich kuesschen mit 189 Punkten die Krone aufsetzen, was sooo weit nicht entfernt ist von den 193 Punkten, welche Zehner61 in der Saison 11/12 aufbringen konnte.

Auch der gute Mr. MMO ist mit seinen 126 Punkten für die gewonnene Champions League, nicht so weit weg vom Sieger der Saison 10/11, der 130 Punkte verbuchen konnte und sich Schimmel rufen lässt.

Eigentlich eine eigene Nachlese, aus Zeit- und Inspirationsmangel neuerdings jedoch nur noch einen Absatz vor der neuen Saison wert, ist der Sieger der FIFA Fussball Weltmeisterschaft 2014, Benny Lava09. Zum Trost allerdings größer geschrieben und bis auf seinen orangen Namen in Weiss. Mit seinen 79 Punkten konnte er jedoch nicht gegen Neo bestehen, der die WM 2006 mit 87 Punkten gewann und sich deswegen vermutlich heute noch diebisch freut. Schliesslich hat er die Excel-Tabelle damals mit dem Bollerwagen ... und wir hatten ja nix ... usw usf. Am Rande anzumerken ist, das unser wichtigster Mann, Dieter Bowlen, mit 77 Punkten nur knapp und Aufgrund eines voll in die Hose gegangenen, todsicheren Tipps von mir unterlag, während der Dritte lustigerweise Vize heisst.

Kommen wir nun jedoch zur wahren Königsdisziplin, zum Kern der Sache, zu dem, was uns jedes Wochende vor unsere jeweiligen Endgeräte treibt, dem größten, was dieses Tippspiel und Ilsenburg samt angeschlossener Gemeinden zu bieten hat, dem Gewinner des Tippspiels in der Kategorie erste Bundesliga der Saison 2013/2014. Begrüßen Sie mit einem frenetischen Applaus, einem lauten Pfeifen auf zwei Fingern oder nur mit der Zunge, einem Tanz oder was auch immer Ihnen sonst noch an Ausdrucksmitteln zur Verfügung steht, unseren neuen

Tippspielkönig DREGI71 den Achten,

welcher sich knapp mit 319 Punkten, und damit mit zwei Punkten Vorsprung gegen Nummer 13 den Undankbaren behaupten konnte. Die 353 Punkte, die sich Neo in der Saison 07/08 dank ständiger Änderungen im Wertungssystem erspielen konnte, warten jedoch weiter darauf abgelöst zu werden. Falls DREGI71 wert auf den Pokal legt, was jedoch mindestens ein Bild von Ihm mit selbigem auf der Startseite nach sich ziehen wird, möge er sich bitte bei mir melden.

Bleibt noch zu sagen, das nach überfliegen der ganzen Sieger, prinzilse außer den genannten Wettbewerben auch noch die EURO-League der Saison 09/10 gewonnen hat und mit krassen fünf gewonnen Titeln in einer anderen Liga spielt, als wir alle hier. Hut ab.

So, Freunde, genug der Buchstaben und Zahlen. Ich wünsche uns allen eine schöne neue Saison mit vielen Punkten und der ein oder anderen Überraschung, vielleicht so wie in der ersten DFB-Pokal Runde. Macht das beste draus.

Euer superkoch

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Neues Jahr neues Glück

Es ist viel passiert in letzter Zeit. Es waren Wahlen, Verhandlungen, Verhandlungsabbrüche und -wiederaufnahmen, ein Koalitionsvertrag und eine neue Regierung. Favoritensiege, und Favoritenunentschieden und ein paar Favoritenniederlagen. Und das alles nicht nur in der Politik. Um das alles in ein paar Zeilen abzuhandeln muss ich wohl viel früher anfangen.

Vieeeel früher.

Carl Eduard Albrecht war ein deutscher Arzt, Schriftsteller und Philosoph. Er beschäftigte sich bis zu seinem Tod 1965 mit Autogenem Training, und der tieferen Erforschung des mystischen Bewusstseins. Das geschah alles in Bremen. Dieses Wissen brachte mir nun endlich das Verständnis, warum Werder stets und ständig so aussieht, als schliefen Sie auf dem Platz. Aber da irrte ich mich. Es war kein Schlaf. Sie sind nach einem Bremer autogenen Training einfach nicht mehr aus der Tiefe Ihres mystischen Bewusstseins erwacht. Und in der Tiefe dieser Schichten ist es einfach viel schöner als in der Realität des Bundesligaalltags. Und nein, jetzt kommt kein Hinweis auf Schumi.

Der Sohn von Carl Eduard Albrecht war Ernst Albrecht. Der war von 1976 bis 1990 Ministerpräsident von Niedersachsen. Eine seiner größten Errungenschaften aus dieser Zeit war die Einrichtung des Atommüllendlagers in Gorleben. Wo wir schon wieder beim Fußball sind. Ich bin nämlich der Meinung, und da könnt Ihr mir gern positiv beipflichten, dass es besser wäre, die ganze Strahlende Scheiße einfach mal mit Beton zu verfüllen, und dabei gleich ein paar Vorstände von Fußballvereinen mit ein zu betonieren. Die Vorstände von Hamburg zum Beispiel. Da werden Holländer verpflichtet und wieder entlassen, Finken verpflichtet und wieder entlassen, dann wieder Holländer verpflichtet und noch nicht entlassen. Und schon geht ein Dinosaurier, der immer noch die ewige Tabelle anführt, den Weg, den alle Absteiger früher oder später gehen. Runter. Ins Endlager der Träume. Raus aus der strahlenden Energie der 1. Liga rein in die Düstere Hölle. Ins Ende. In die 2. Liga. (gäähn)…

Wo war ich stehengeblieben?........

Ach ja. Einbetonieren. Vorstände und so. Da haben es die Vorstände von Hannover besser gemacht. Die haben einen Türken verpflichtet. Und der macht seinen Vornamen alle Ehre, und pustet einfach mal so den neuen Finanzkrösus Wolfsburg aus dem Stadion. Mal sehen ob aus dem Tayfun irgendwann eine Briese Endlagerluft wird.

Aber irgendwann ist auch Schluss mit Geschichte und wir sind mitten drin im Politikalltag. Patrick Funk, rechter Verteidiger beim VfR Aalen hat seine Fußball Ansichten in einen einzigen wegweisenden Satz verpackt. Und dieser Satz ist auch Richtungweisend für die Politik der nächsten Jahre in der großen Koalition: "Links ist ähnlich wie rechts, nur auf der anderen Seite." Was für ein großes Wort. Man könnte auch sagen: “Angriff ist wie Abwehr nur in die falsche Richtung“ oder „verlieren ist wie gewinnen nur nicht so schön“ oder „Familie ist wie Krieg mit der richtigen Frau an deiner Seite“ oder „Frau ist wie Mann nur vom anderen Geschlecht“. Da verschwimmen die Grenzen, da werden Finanzminister zu Finanzministern, Verteidigungsminister zu Innenministern, Irgendwer zu Wirtschaftsministern, Steinmeier zu Außenministern und Familienministerinnen zu Kriegsministerinnen. Entschuldigung. Verteidigungsministerinnen. Wie Ihr seht, alles ist allen möglich mit einer Bundeskanzlerin an der Spitze. Und einer Frau als Chefin der Bundeswehr. Da frag ich mich doch. Schickt „uns Ursula“ jetzt auch Ihre ehemals Schutzbefohlenen Familien in den Krieg? Wir werden sehen. Aber wie meinte schon Patrick Funk eigentlich, „Verteidigung ist wie Familie, ist eh alles Krieg“. Hat er nur anders ausgedrückt. Und um den Kreis zu schließen, uns Ursula von der Leyen ist die Tochter von Ernst Albrecht. Versucht man, das alles als großes Ganzes zu betrachten, kann man folgendes feststellen: Von autogenem Training über mystisches Bewusstsein und Endlager hin zu familienfreundlichem Krieg. Wenn das nicht das Programm für die Rückrunde der Bundesliga ist, dann weiß ich auch nicht. Zumindest könnte diese Reihenfolge dem HSV beim Abstieg (-skampf) helfen. Oben ist eh alles klar. Das lassen wir heute mal beiseite.

Viel Freude beim Tippen und eine erfolgreiche Rückrunde

Euer Ghost Dog

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