Nachlese 21. Spieltag oder die Mystik des Fußballs

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Elvis lebt, meine Freunde!

Zumindest wenn man den vielen Verschwörungstheoretikern glaubt. Demnach lebt Elvis gemeinsam mit Curt Cobain, James Dean und neuerdings auch David Bowie auf einer einsamen Insel im pazifischen Ozean, und lässt es sich mal so was von gutgehen. Drinks bis zum Abwinken, Essen so viel man will, alles von Tim Mälzer gekocht. Frauen an jeder Ecke und so weiter und so fort. Ein (Männer) Paradies eben.

Das kann man glauben, muss man aber nicht. Genauso verhält es sich mit allem, was in Richtung Mystik, Religion, Aberglaube geht. Da gibt es die unterschiedlichsten Spielarten wie Ihr wisst.

In Punkto Aberglaube hat jeder sein Steckenpferd. Es soll Leute geben, die Trinken nie die 13. Flasche Bier, sondern machen generell bei der 14. weiter. Andere treten nicht auf Linien, wieder andere bleiben am Freitag, den 13. gleich im Bett, manche hingegen gehen nur am Freitag den 13. aus dem Haus. Es gibt Leute die bekommen Angst, wenn ihnen eine schwarze Katze über den Weg läuft, weil sie generell nicht wissen welche Seite Glück bedeutet, und welche nicht. Und der Spruch mit rechts und links und Glück und Pech ist ja auch so dämlich, dass ihn sich keinen korrekt merken kann, wenn es denn überhaupt ein korrekt gibt. Es ist halt Aberglaube.

Das blöde an diesen Dingen ist aber, dass manchmal eintritt, was man glaubt. Dann ist es so, als ob die Welt um einen herum still steht, man sich eins fühlt mit dem Universum und alles auf einmal einen Sinn ergibt. Wie ein kurzer Moment der alles umfassenden Erkenntnis.

Nehmen wir die Zahlenmystik und fangen bei der 1 an. Die Eins ist das Symbol der uranfänglichen Einheit, der Anfang, unteilbar und dadurch das Symbol des Göttlichen. Die 2 hingegen kennzeichnet die Dualität, die Gegensätze, Zwietracht und die Doppelnatur des Menschen. So weit so gut. Kommen wir zu der 3. Zur Summe aus 1 und 2. Sie symbolisiert die Vielfalt, die Schöpferkraft, die in Himmel, Erde und Wasser geteilte Natur, den dreieinigen Gott. Man kann die 1 und die 2 auch anders zusammensetzen. Nämlich zu der 21. Die 21 symbolisiert den Kern der Dinge, die Erkenntnis, die Vollendung und den Blick für die großen Zusammenhänge. Aus dem Göttlichen und seinem Geschöpf, dem dualen Menschen wird so die letzendliche Erkenntnis.

Wo führt uns das alles hin? Zuerst zu der Einsicht, dass ohne einen kurzen Wissensinput keine Erkenntnis möglich ist. Und dann erst, und das haben viele von Euch bereits erraten, zum 21. Spieltag des vergangenen Wochenendes. Und zu der einzigartigen Konstellation, die uns nur noch in dieser Woche ermöglicht, den Perfektionismus der Bundesliga zu begreifen. Folgt mir also weiter auf dem Pfad der Zahlen hinein in die Abgründe der Bundesliga.

Es gibt Zusammenhänge, die so offensichtlich sind, dass man sie nur schwer erkennt. Wie kann es sein, frage ich Euch meine Leser, dass Robert Lewandowski am 21. Spieltag sein 21. Saisontor schießt? Ist das Glück? Oder perfekte Vorsehung? Wie bei einem Würfelspiel alles nur Zufall? Bei einem Würfelspiel, bei dem die Summe der Augen auf dem Würfel 21 ergibt? Ein bisschen viele Zufälle findet Ihr nicht? Bedenken wir weiterhin, dass der einzige Verfolger der Bayern nur noch die Dortmunder sind. Dann kann man getrost die Tabelle in eine obere Hälfte (Dortmund und Bayern) und in eine untere Hälfte beginnend bei Leverkusen auf dem 3. Platz bis zum Tabellenletzten Hannover auf dem 18. Platz teilen. Jetzt bleibt uns nur noch ein Blick auf die Punkte.
21 Punkte trennen Bayern und Leverkusen, und 21 Punkte trennen auch Leverkusen und Hannover. Am 21. Spieltag. Bedenkt das in Ruhe meine Freunde. Erkennt Ihr das große Tor zur perfekten, vollendeten Erkenntnis. Erkennt Ihr den großen Zusammenhang? Hier ist er für alle nocheinmal zum Nachlesen:

- Die verarschen uns alle. Die ganzen Spiele sind gekauft.-

Und die Herren im Hintergrund lachen sich eins, weil sie uns mit irgendwelchen Zahlenspielen verrückt machen, die keiner sieht. Aber ab heute wisst Ihr es ja besser.

Wie gesagt, das kann man glauben, muss man aber nicht. Trotzdem, komisch ist es schon.
Um aber mal zur 21 zurück zu kommen. Die durchschnittliche Penislänge eines Mannes liegt einer Studie zu Folge bei ca. 9cm oder 13cm. Je nachdem. Wenn man bedenkt, dass das bei dem vollkommenden Wesen, dem Mann, passiert, könnte man denken, dass Gott da gepfuscht hat.

In diesem Sinn, 21 Grüße von

Ghost Dog